|
|
![]() |
||||
|
|
|||||
|
Der Kapuzenmann
Copyright © KayserWebDesign
|
Kriminalroman: Höchstspannung
Mediziner als Amateurdetektive sind uns aus
der Literatur nicht unbekannt – man denke nur an den berühmten Dr.
Watson des Arztschriftstellers Conan Doyle. Gefährlich wird es für die
Kollegen, wenn sie als Professoren nicht nur unordentlich und
vergesslich, sondern gelegentlich auch noch richtig trottelig sind.
Alexander Kilian, Leiter des Instituts für Molekulargenetik an der
Universität Freiburg, gehört zu dieser Spezies: Ständig mit den Gedanken
an neue Projekte und Publikationen mit hohem Impact-Faktor im Kopf, ist
er auch im vierten Freiburg-Krimi der Pädiaterin und Musikerin Renate
Klöppel („Die Schattenseite des Mondes“) im Schwarzwald unterwegs, um
einen unheimlichen Alten zu jagen, den er – am Ende zu Recht – mehrerer
Morde verdächtigt. Als schließlich seine eigene Tochter entführt wird,
beginnt eine wilde Jagd, die auf jeden Fall eines garantiert: dass man
das Buch wegen der kriminalistischen Höchstspannung erst aus der Hand
legt, wenn man es am Stück durchgelesen hat.
-----------------
NIETZSCHE ZITIERENDER MÖRDER
Der Kapuzenmann ist Renate Klöppels dritter Krimi mit dem Gentechniker und Professor Alexander Kilian. (Der Mäusemörder 2001, Die Tote vom Turm 2002, Die Farbe des Totes ist Schwarz 2005) Kilian hat Probleme mit dem Älterwerden und mit seiner jungen Lebensgefährtin Ina. Ina wird von der Vergangenheit ihres verstorbenen kriminellen Vaters eingeholt und wegen eines Gemäldes erpresst. Richtig involviert wird Kilian, als seine und Inas gemeinsame Tochter entführt wird. Die Polizei sucht einen Serien-Mörder, da bereits drei Mädchen entführt und getötet wurden. Und immer beschäftigte sich der Vater der getöteten Mädchen mit Gentechnik. Der Mörder hinterläßt bei seinen Opfern verschlüsselte Botschaften. Kilian wird aus seiner eigenen Welt gerissen und beteiligt sich an der fieberhaften Suche, wobei immer wieder ein geheimnisvoller Kapuzenmann auftaucht. Psychologisch geschickt sind die Aufzeichnungen des Nietsche zitierenden Mörders in das Geschehen eingestreut. KrimiKurier 32, Dezember 2009-12-20 Gisela Lehmer-Kerkloh
|
||||