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Die Kunst des Musizierens
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RENATE
KLÖPPEL: Ein Übersichtswerk, auf das Musikpädagogen lange warten mussten: Bisher gibt es selbst im englischsprachigen Raum kein Buch, in dem physiologische und psychologische Erkenntnisse zu den Grundlagen des Musizierens in dieser Weise aufgearbeitet worden sind. Renate Klöppel setzt dort an, wo das Handbuch des Rezensenten (Musikpsychologie, 1994) zwangs- läufig aufgrund der größeren Zielgruppendefinition aufhören mu8. In überlegter Weise sind die Befunde aus Medizin, Physiologie und Psychologie ausgewählt und unter einer handlungs- theoretischen Perspektive auf die Musik bezogen. Musikmachen wird als Einheit von Denken, Fühlen und Handeln erklärt. Handlungssteuerung, Automatisierung, Antizipation von Bewegungen, Gedächtnis, Emotion und Aufmerksamkeit – die psychologischen Fachausdrücke sind verständlich erklärt und mit aktuellen Literaturverweisen belegt. Die Ableitung von Hinweisen zum Üben können direkt in Didaktik-Vorlesungen übernommen werden. Jeder, der sich beruflich mit Instrumentalspiel und Unterricht beschäftigt, muss dieses Buch durchgearbeitet haben. Für die Systematische Musikwissenschaft wird ein neuer Maßstab gesetzt. In der Musikpsychologie ersetzt Renate Klöppel das weit verbreitete Werk von Roederer. Ein Standardwerk, das in keiner Musikbibliothek fehlen darf. Herbert
Bruhn
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