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Der Mäusemörder
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Kriminalroman
aus dem Forschermilieu
Im (fiktiven) Institut für Molekulargenetik der Universität Freiburg geschehen merkwürdige Dinge. Es werden Daten vom Computer gelöscht, Kulturen von menschlichen Zellen zerstört und Mäuse getötet. Auf den neuen Institutsleiter Professor Alexander Kilian werden sogar mehrere Attentate verübt. Für diese Anschläge kommen einige Verdächtige infrage: Kilians verschuldete Ehefrau, der eifersüchtige stellvertretende Institutsleiter sowie ein wegen Forschungsfälschungen entlassener Mitarbeiter. Gleichzeitig häufen sich in Freiburg Todesfälle infolge von Botulismus. Als schließlich auch Kilian lebensgefährlich an Botulismus erkrankt, ist sich sein Freund Jörg Geßler, Hauptkommissar bei der Freiburger Kriminalpolizei, sicher, dass die bisherigen Vorkommnisse keine Zufälle waren. Er nimmt die Ermittlungen auf und stellt tatsächlich fest, dass der Urheber der Anschläge von Anfang an vorhatte, Kilian zu ermorden. Der Täter verrät sich schließlich selber und bringt sich in eine für ihn aussichtslose Situation. Es ist der Kinderärztin Dr. med. Renate Klöppel gelungen, einen packenden Krimi aus dem Forschermilieu zu schreiben. Dabei geht sie auf unterhaltsame Weise einige zentrale Themen an: die Hierarchien in Universitätsinstituten; die Entstehung von Forschungsfälschungen, aber auch private Eifersüchteleien und Intrigen. Dabei sind die Personen durchweg differenziert gezeichnet, und es gelingt der Autorin, die Spannung bis zum Ende zu halten. Gisela Klinkhammer Frau Doktors gelungenes Krimidebüt
Kein Fachbuch, kein Arztroman: ein Krimi, in dem Ärzte und Wissenschaftler die tragende Rolle spielen. "Der Mäusemörder" ist Renate Klöppels erster Ausflug in die Welt der Belletristik. Die Schwenninger Kinderärztin hat sich damit einen alten Wunsch erfüllt, wie sie sagt. In den vergangenen Jahren hat die 52-Jährige mehrere Fachbücher veröffentlicht. Verhaltensauffällige Kinder und Berufskrankheiten bei Musikern waren zwei der Themen ihrer Publikationen. Das Schreiben macht ihr Spaß, und so kam bereits vor langer Zeit der Gedanke, sich schriftstellerisch auch auf ein anderes Feld zu wagen. Gar nicht so einfach, wie die Autorin nach ersten "Fingerübungen" in populärer Literatur erkennen musste: "Es war mir zunächst unmöglich, die Sätze anders zu formulieren, als in meinen Fachbüchern." Gleichzeitig nahm das neue Projekt thematisch Gestalt an: Ein Krimi sollte es sein, der in der Welt der Wissenschaft spielt, und die wiederum ist in der südwestdeutschen Universitätsstadt Freiburg. Dort kennt sich die Schriftstellerin aus, die detailgenauen Schilderungen der Schauplätze im Buch beweisen es. Realistische Schilderungen waren der schreibenden Kinderärztin wichtig. "Ich habe jede Szene, die in Freiburg spielt, dort geschrieben und auch nachkontrolliert", beschreibt die Medizinerin ihre Arbeitsweise. Weil ihr Sohn dort lebt, war die Stadt durch viele Besuche schon vertraut. Mehr Recherche erforderte da schon der wissenschaftliche Hintergrund der Molekulargenetik. Dr. Renate Klöppel ging das Thema mit den Augen der Forscherin an, hat sich auch in einem Labor informiert. Die Vorgehensweise war da wieder gleich, wie bei der Arbeit für ein Fachbuch. Klöppel studierte die Materie so gründlich und ein gehend, dass sie 90 Prozent ihrer Erkenntnisse für den Krimi überhaupt nicht verwenden konnte (und wollte), wie sie beim Schreiben für den "Mäusemörder" erstaunt festgestellt hat. Denn der Roman sollte in erster Linie das haben, was einen guten Krimi ausmacht: Spannung und Dramatik. Die Wissenschaft liefert da nur den Rahmen, in dem die Akteure leben und arbeiten. Klar, dass die Medizinerin auch eigene berufliche Erfahrungen in ihrem Roman verarbeitet. Und die Personen, gibts die wirklich? "Ich beschreibe keine Menschen aus meiner Umgebung", sagt Dr. Renate Klöppel. Doch aus den Wesenszügen, die sie bei vielen verschiedenen Leuten beobachtet hat, wurden im Buch typische Charaktere zusammengefügt. Die Handlung packt den Leser von der ersten Seite an, die Figuren wirken sofort vertraut. Sie sind wie aus dem richtigen Leben: ein eitler Professor, neunmalkluge Studentinnen, schusselige Doktoranden, ein frustrierter alternder Wissenschaftler mit einer jungen Geliebten. Dazu: klatschende Sekretärinnen, behäbige Krankenschwestern und eine verlassene Ehefrau. Worum gehts im "Mäusemörder"? In der Stadt kommt es zu mehreren rätselhaften Todesfällen, die als Lebensmittelvergiftungen diagnostiziert werden. Erst später stellt sich heraus, dass es sich um absichtlich vergifteten Joghurt handelt. Die Geschichte wird völlig rasant, als auch Prof. Alex Kilian, der Chef des Genforschungsinstituts, Ziel eines Anschlags wird. Die Kripo glaubt an einen gezielten Mordversuch...
Berthold Merkle
Kinderärztin gibt sich
kriminalistisch Villingen-Schwenningen (ag). Die Schwenninger
Kinderärztin und Musikerin Renate Klöppel hat, nachdem sie schon mehrere
Fachbücher veröffentlicht hat, zur belletristischen Feder gegriffen.
Seit diesem Jahr erscheint »Der Mäusemörder« ihr erster Kriminalroman
im Freiburger Schillinger Verlag. »Der Mäusemörder« spielt im
Institutsviertel der Universitätsstadt Freiburg. Der Institutsleiter des
(fiktiven) Instituts für Molekulargenetik, Professor Kilian, ist mit
verschiedenen Zwischenfällen an seinem Institut konfrontiert, von denen
nicht ganz klar ist, ob es sich um Leichtsinn oder Sabotage handelt. Zur
selben Zeit treten in Freiburg mehrere mysteriöse Fälle von Botulismus
auf, einer besonderen Art der Lebensmittelvergiftung. Als nicht nur die
Versuchsmäuse des Instituts, sondern auch Professor Kilian den
Anschlägen zum Opfer fällt, wird klar, dass die Ereignisse nicht
zufällig zusammen hängen. Dem Leser öffnet sich der Blick auf ein Netz
von Intrigen, Eifersucht und gekränktem Stolz, das sich entspinnt, wenn
Macht und Erfolg eine Rolle spielen. »Der Mäusemörder« ist kein Buch,
das man abends schnell zur Seite legt. Nach einem eher gemächlichen
Anfang überschlägt sich die Handlung in einem Strudel der Ereignisse.
Skizzen der Unistadt fangen das Flair Freiburgs ein. Wer Freiburg kennt,
wird seine Lieblingsplätze in dem Buch wieder finden. Außer dem
Lokalkolorit ist die Genauigkeit bemerkenswert, mit der Renate Klöppel
ihre Charaktere gezeichnet hat. Von der Sekretärin über die Doktorandin
bis zum Institutsleiter trifft sie es genau. Bis ins Detail schildert sie
die Geschichten der einzelnen Personen. Obwohl es sich bei dem Roman um
das Debüt der Autorin handelt, hantiert Renate Klöppel sicher mit
literarischen Stilmitteln. Höhepunkte und retardierende Momente steigern
die Spannung. Geschickt führt sie die Leser auf falsche Fährten und
behält das Geheimnis des Romans bis zum Schluss für sich. Die Autorin
Renate Klöppel gibt mit dem Roman »Der Mäusemörder« ihr Debüt auf
dem belletristischen Terrain. »Ich habe
in den letzten Jahren öfter mit dem Gedanken gespielt, einmal einen Roman
zu veröffentlichen«, gibt sie zu. Außerdem mache es ihr einfach Spaß,
Bücher zu schreiben. Die gebürtige Hannoveranerin wohnt seit 1982 in
Villingen- Schwenningen. Seitdem ist sie als studierte Kinderärztin ohne
eigene Praxis in der Erziehungsberatungsstelle in Villingen tätig. Seit
1990 arbeitet sie außerdem als Schulärztin an der Schule für
Körperbehinderte in Villingen. Nach einem Zweitstudium zur
Diplommusiklehrerin in den Fächern Rhythmik und Klavier an der
Musikhochschule in Trossingen, veröffentlichte Renate Klöppel mehrere
Fachbücher zu Überschneidungsgebieten zwischen Musikpädagogik und
Medizin. Als Dozentin mit medizinischem Fachbereich lehrt sie seit 1987 an
der Musikhochschule mit den Schwerpunkten Musikphysiologie und
Musikermedizin, die Psychologie des Lernens und Lehrens und
Entwicklungspsychologie. Bekannt ist Renate Klöppel außerdem als
Cembalistin im Villinger Barockensemble. |
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